Es ist wieder Zeit für Gans, Wild und Co!

Wenn sich der Herbst von seiner schönsten Seite zeigt und unsere Berge in prächtigen Braun- und Goldtönen erstrahlen, feiern wir ausgiebig die üppigen Gaben der Natur. Erntedank, Wildwochen und das Martinsfest mit Lichtern und Gans haben eines gemeinsam: Sie markieren das Ende des ertragreichen landwirtschaftlichen Jahres.

Bedeutungsvolle Dankesfeste zur Erntezeit prägen schon seit vorchristlichen Zeiten unsere Kultur. Das Christentum legte einen Teil des heidnischen Brauchtums auf den Gedenktag für den heiligen Martin, den 11. November. Dieser ist fixer Bestandteil unserer Volkskultur – so sehr, dass wir den Martin samt Legende schon im zarten Alter von vier Jahren kennen und feiern: Im Lichterglanz der Laternen besingen Kinder den großmütigen Soldaten, der in einer kalten Nacht seinen Mantel mit einem Bettler teilt.

Gans schön lecker

Einer anderen Legende nach soll der bescheidene Martin sich in einem Gänsestall vor seiner Bischofswahl versteckt haben. Doch durch das laute Schnattern der Gänse wurde man auf ihn aufmerksam und machte ihn zum Bischof. Ob die Gänse wohl des Verrats wegen bis heute zu Martini gebraten werden? Nein, es geht den Gänsen vielmehr zum Abschluss des Wirtschafts-jahres an den Kragen. Der 11. November war nämlich auch der Tag der Lehnsabgabe, die oft aus einer Gans bestand. Zugleich wurde der Martinstag, der letzte Tag vor dem Adventsfasten, gerne mit Volksfesten, Musik und Gänseschmaus gefeiert.

Die Gans bei Sutterlüty

Diese geschmackvolle Sitte hat sich bis heute gehalten. Am besten ist der Gänsebraten natürlich von glücklichen Weidegänsen, wie sie auf dem Biohof Behmann in St. Gerold schnattern. Weil zu Martini der Braten so begehrt ist, kommt ein Teil der Sutterlüty’s Bio-Weidegänse vom Sunnahof in Tufers und von der Familie Behmann aus St. Gerold. Anders als ihre gestopften Artgenossen dürfen die Bio-Weidegänse auf saftigen Wiesen selbstbestimmt grasen. Darum wachsen sie auch genau in dem Maß, wie es ihrer Natur entspricht. So kommt es zu einem idealen Verhältnis zwischen Fleisch und Fett. Eine b’sundrige Schlemmerei fürs Martinifest!

Frei von Legenden, aber sagenhaft gut

Zwar ranken sich um die Hühner zu Martini keine Legenden, doch sind sie bei Sutterlüty stets ein b’sundriger Genuss. Auf dem Biohof Behmann in St. Gerold lebt das frohe Federvieh auf vier Quadratmetern pro Huhn im mit Stroh und Sägespänen eingestreuten Stall, der einen direkten Zugang ins Freie hat. Nach ungefähr zehn Wochen haben die Bio-Hennele ihr Zielgewicht erreicht – in mehr als der doppelten Zeit, die man ihnen im Masthuhnbetrieb zum Wachsen geben würde.

Herbstzeit ist Schusszeit

Genauso wie das Geflügel gehört auch das Wild traditionell in den Herbst. Zwar beginnt die Schusszeit oft schon im Spätsommer, b’sundrig lecker schmeckt Wild aber im Herbst. In der Traditionsmetzgerei Broger in Bizau verarbeiten die Metzgermeister, wo immer es geht, Wild aus dem Ländle. Wenn dies nicht ausreicht, greift Broger ausschließlich auf österreichisches Hirsch-, Reh- und Gamsfleisch aus freier Wildbahn zurück. Wild, das in Gefangenschaft gezüchtet wird, sogenanntes Gatterwild, kommt bei Sutterlüty nicht in die Tüte.