Grumpôra, für die sich das Ackern lohnt

Als Salat, als Beilage, aus dem Ofen oder als Püree – gerade jetzt sind Kartoffeln wieder in aller Munde. Einer, der dafür sorgt, dass uns auch über die langen Wintermonate die tollen Knollen nicht ausgehen, ist Thomas Bischof aus Ludesch. Er ist einer der beiden Kartoffelbauern im Ländle, die alle Sutterlüty Ländlemärkte mit den b’sundrig lagerfähigen Ländle Grumpôra versorgen.

In der Ludescher Au schmiegt sich ein Feld an das andere. Neben Mais, Dinkel und Krautköpfen wächst hier vor allem eines: Kartoffeln. Genau die sind das Fachgebiet von Thomas Bischof. Auf 1,5 von insgesamt 3,5 Hektar baut er jährlich 30 bis 35 Tonnen Ländle Grumpôra exklusiv für Sutterlüty an. Bis die allerdings vom Acker ins Gemüseregal kommen, kostet es einiges an Zeit und auch ganz schön viel Arbeit. Wir haben Thomas Bischof besucht und ihn auf einer kleinen Zeitreise durch das Kartoffeljahr begleitet.

Das Kartoffeljahr beginnt

Das Kartoffeljahr auf dem Hof von Thomas Bischof beginnt bereits im November. Schon jetzt wird der Boden auf seine kommende Aufgabe vorbereitet: nämlich b’sundrige Grumpôra hervorzubringen. Dazu bringt Thomas zuerst einmal ordentlich organischen Dünger aus. Also Mist, um genau zu sein. „Kartoffeln zehren, da muss man früh dafür sorgen, dass der Boden genug Nährstoffe enthält“, erklärt Thomas. Aus demselben Grund hält der erfahrene Bauer auch eine vierjährige Fruchtfolge mit Dinkel und zwei Mal Kleegras auf seinen Feldern ein. Nach dem Düngen wird der Boden gepflügt und liegt dann über den Winter brach, damit er gut durchfriert. „Das macht eine schöne Bodengare“, beschreibt Thomas die feinkrümelige Beschaffenheit, die der Boden haben sollte. Erst im Frühjahr, wenn es warm genug ist, wird der Boden noch einmal gefräst, also durchmischt und zerkleinert.

Kartoffeln zehren, da muss man früh dafür sorgen, dass der Boden genug Nährstoffe enthält.

Wenn die Pflanze aus dem Boden schaut, wird die Erde angehäufelt. Das wird dann noch mindestens zwei Mal wiederholt. „Dieses Stören vom Boden reicht meistens aus, damit kaum Unkraut wächst“, erklärt uns Thomas seine umweltschonende Methode der Unkrautbekämpfung. Pflanzenschutz? Kommt nur dann in Frage, wenn
gar nicht mehr anders geht. Auch beim Düngen ist der Ludescher Bauer zurückhaltend und verlässt sich auf konkrete Messwerte. „Meistens bringe ich beim dritten Mal Häufeln ein bisschen Mineraldünger aus. Je nachdem, was die Bodenprobe ergeben hat.“

Jede Kartoffel wird dreimal kontrolliert, bevor sie zu Sutterlüty kommt.

Dann lässt Thomas die Natur ihre Arbeit tun – und kontrolliert regelmäßig, ob es den Pflanzen gut geht. „Das größte Problem im Kartoffelanbau ist die Kraut- und Knollenfäule“, erfahren wir. „Ob eine Pflanze befallen ist, sieht man am besten im Morgentau. Das ist auch der Grund, warum ich im Sommer oft schon frühmorgens im Kartoffelacker knie“, lacht Thomas. Wenn alles gut geht, sind die Kartoffeln ab Ende August, Anfang September bereit zum Ernten. Und woran erkennt man, dass die Knollen so weit sind? „Da gibt es drei Kriterien, die erfüllt sein müssen“, weiht uns Thomas in die Geheimnisse der Kartoffelernte ein: „Zuerst einmal muss das Kraut abgestorben sein. Dann muss sich die Kartoffel leicht von der Kartoffelstaude lösen. Und wenn auch die Schale fest ist, dann trommle ich die ganze Verwandtschaft zusammen und die Ernte beginnt.“

Vom Acker in die Kiste

Sind die Kartoffeln erst mal „unter Dach“, werden sie sortiert. Nur die Einwandfreien werden in luftige Kisten gefüllt und mindestens drei Wochen zum Trocknen beiseite gestellt. Denn so lange kann es dauern, bis sich eventuelle Spätfolgen von Feuchtigkeit oder gar Krankheiten zeigen.

Darum werden die Grumpôra nach dem Trocknen noch einmal mit Argusaugen kontrolliert und erst danach abgesackt. Und zwar immer nur so viel auf einmal, wie Sutterlüty bestellt.

Sutterlüty hat Handschlagqualität. Das ist heute selten.

„Wir haben eine rein mündliche Abmachung, und das klappt seit Jahren wunderbar. Sutterlüty hat Handschlagqualität. Das ist heute selten“, weiß Thomas Bischof die funktionierende Partnerschaft zu den Ländlemärkten zu schätzen. Und es sei schon ein gutes Gefühl, gesteht der Oberländer fast ein bisschen verlegen, wenn man beim Sutterlüty reinspaziert und dort dann das Ergebnis seiner Arbeit sieht. „Da weiß man dann: Das Ackern hat sich gelohnt.“ Und es ist durchaus eine stolze Leistung, wie wir finden.

HOF GRAVIS LUDESCH
Thomas und Josef Bischof
Allmeinteilweg 7
6713 Ludesch

Was ist so b’sundrig an den Ländle-Lagerkartoffeln?

Ideal für Genießer:

  • späte Sorten, die die Wintermonate gut überdauern
  • festkochend oder vorwiegend festkochend
  • 100% sortenrein abgepackt, mit Herkunftshinweis und Kocheingenschaften
  • sorgfältig abgelagert, gelüftet und nochmals von Hand aussortiert

Ideal fürs Ländle:

  • regionaler Anbei im Walgau und im Rheintal
  • kurze Transportwege, wenig CO2-Ausstoß
  • bodenschonende Anbauweise in Fruchtfolge – keine Monokultur
  • Erhaltung unserer Kulturlandschaft und traditioneller bäuerlicher Strukturen

Ländle-Lagerkartoffeln

Tipp: Damit Sie die Knollen aus Vorarlberg noch lange genießen können, sollten diese immer trocken, luftig und kühl gelagert werden. Am besten zwischen 4 und 12° C. Ist es zu warm, treiben sie aus. Bei zu niedrigen Temperaturen wandelt sich die Stärke in Zucker um – und die Grumpôra schmecken süßlich.

Erstklassige festkochende bzw. vorwiegend festkochende Kartoffeln aus integrierter Produktion von
– Thomas und seinem Vater Josef Bischof aus Ludesch
– Birgit und Georg Fink aus Lauterach

Garantierte Qualität mit dem Ländle pur-Herz. Ideal fürs Einlagern, weil ungewaschen!