SUTTERLÜTY’S GRILLHOLZPAKET

G’scheite Scheite

Für spontanes Grillen mit der Familie braucht es nicht viel: ein lauschiges Plätzchen, ein paar Würschtle und Brennholz. Wer keine Zeit mit Suchen und Sammeln verplempern will, greift am besten zu Sutterlüty’s Grillholzpaket vom Spaltwerk in Hard. Da ist alles drin, wofür echte Grillfans brennen.

Es ist laut in der großen Halle in der Bahnhofstraße 16a in Hard. So laut, dass Lukas Dörler uns gar nicht bemerkt. Er hievt mit dem Holzladekran am anderen Ende der Halle gerade mehrere Baumstämme auf einmal auf eine riesige, orange-grün lackierte Maschine. Als er uns bemerkt, winkt er und ruft über den Lärm hinweg: „Ihr kommt genau richtig, wir fangen gerade mit dem Spalten an.“ Heute steht im Spaltwerk Sutterlüty’s Grillholz auf dem Produktionsplan – und genau deshalb sind wir hier. Denn dass diese All-in-Pakete b’sundrig praktisch sind, wissen wir. Aber wir wollen auch erfahren, wie sie entstehen – und woher kommt, was drinsteckt.

 

QUADRATISCH, PRAKTISCH, REGIONAL

Inzwischen ist auch Florian, der zweite der Dörler-Brüder, zu uns gestoßen. Wie Lukas arbeitet auch er seit Jahren im Betrieb und hat vor Kurzem gemeinsam mit seinem Bruder die Geschäftsführung von Papa Herbert übernommen.

Er steigt vor uns eine Gittertreppe an der riesigen Maschine hoch und bedeutet uns, ihm zu folgen. „Das ist ein Sägespaltautomat“, erklärt er uns und grinst: „Der heißt so, weil er genau das tut: Er sägt und spaltet.“ Sobald ein Baumstamm in die eingestellte Länge zerschnitten ist, werden die Holzstücke automatisch zu einem Spaltwerkzeug mit karoförmig angeordneten Schnittmessern befördert. Und das ist der Clou, denn dieses Werkzeug sorgt dafür, dass die Scheite rechtwinkelig gespalten werden. „So haben sie einen höheren Brennwert“, sagt Florian und erklärt auch gleich warum: „Quadratische Scheite haben weniger spitze Kanten als dreieckige. Dadurch bieten sie dem Feuer weniger Angriffsfläche und brennen länger. Außerdem lassen sie sich leichter stapeln.“ Ganz schön schlau, oder?

HOLZ AUS NACHHALTIGER VORARLBERGER FORSTWIRTSCHAFT

Was hier gerade durch den Sägespaltautomaten läuft, sind Buchen- und Eschenstämme, beides Harthölzer mit demselben Brennwert. Für das dünnere Anzündholz verwenden die Profis Laubhölzer, hauptsächlich Tanne und Fichte. Was hier verarbeitet wird, stammt aus PEFC-zertifizierter, nachhaltiger Vorarlberger Forstwirtschaft. Auch alles andere für Sutterlüty’s Grillholzpakete bezieht das Spaltwerk aus der Nähe: Die „Brandstifter“- Anzünder werden von einem sozialen Unternehmen in Ludesch hergestellt, die Zündhölzer kauft das Spaltwerk in Hard, und die praktische Kartonverpackung mit dem Tragegriff wird im Schwarzwald produziert.

Das Holz für Sutterlüty’s Grillholzpakete stammt ausschließlich aus nachhaltig bewirtschafteten Vorarlberger Wäldern. Im Spaltwerk in Hard werden die ganzen Stämme in quadratische Scheite gespalten. Das erleichtert das Aufschichten und erhöht auch noch den Brennwert.

WO MIT HOLZ GEARBEITET WIRD, DA FALLEN SPÄNE

Während die Maschine unermüdlich Holzstück um Holzstück spaltet, sortiert Florian einzelne Scheite aus, etwa solche, in denen ein harter Ast das saubere Spalten verhindert hat. „Das kommt alles in den Schredder“, sagt er und deutet auf eine weitere Maschine in der Halle. „Der macht Hackschnitzel daraus, und damit heizen wir die Trocknungsanlage.“ Diese Anlage ist unterirdisch mit mehreren Containern hinter der Halle verbunden, in denen das Holz getrocknet wird, jeder mit einem Fassungsvermögen von ca. 35 Schüttraummetern. Je nach Holzart dauert es drei bis sieben Tage, bis so eine Charge trocken ist, dann wird sie verpackt.

SUTTERLÜTY’S GRILLHOLZ

In Sutterlüty’s Grillholzpaketen steckt alles, was man zum Grillen mit Holz braucht: Brennholz, Anzündholz, Anzünder und Zündhölzer – alles sauber und handlich verpackt im 6,5 kg Karton mit praktischem Tragegriff.

VON HAND UND MIT HIRN

Herbert Dörler, der den Betrieb 2014 gegründet hat, arbeitet nach wie vor jeden  Tag mit. Wenn viel zu tun ist, packen zusätzlich bis zu fünf Mitarbeiter mit an. Ihre Hauptaufgabe: das Verpacken. Weil es bisher keine Maschine gibt, die mit der Kartonverpackung zurechtkommt, passiert das in Handarbeit. Zumindest war das bis jetzt so. „Wir haben jetzt selbst eine Maschine gebaut“, sagt Florian. Mehrere Jahre Tüftelei und etliche Fehlschläge hat es den gelernten Maschinenbauer gekostet, doch jetzt gibt es einen Prototypen, der zu 100 Prozent funktioniert. „Damit sind wir zweieinhalbmal so schnell wie bisher“, freut sich Florian. Heute aber steht Herbert noch an der Packstation: 6,5 Kilogramm Brennholz kommen hier zusammen mit ausreichend Anzündholz, dem Anzünder und einer Zündholzschachtel in jeden Karton.

Damit ist alles da, was es für ein g’höriges Grill- oder Lagerfeuer braucht. „Wenn das Holz aufgebraucht ist, kann man den Karton auch noch verbrennen“, sagt Florian. Dann hinterlässt die gemütliche Grillerei auch garantiert nichts außer satten Bäuchen, lustigen Fotos und schönen Erinnerungen.